Lebensunwert zerstörte Leben

Ausstellung zu Zwangssterilisierten und Euthanasie-Geschädigten im NS-Regime

Kreis Recklinghausen, DER LANDRAT

„Lebensunwert zerstörte Leben“ heißt die aktuelle Ausstellung im Kreishaus Recklinghausen, die auf die Opfer von Zwangssterilisation sowie Euthanasie-Geschädigte und Ihre Familien aufmerksam machen soll. Auch im Kreis Recklinghausen waren die Zwangssterilisation und die Euthanasie zu Zeiten des NS-Regimes weit verbreitet. Landrat Cay Süberkrüb betonte, wie wichtig die Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit für die Gegenwart ist: „Wir alle können froh sein, in einem solchen, unserem Land heute leben zu können. Allzu oft aber nehmen wir gerade diese Situation als zu selbstverständlich hin. Wir dürfen nie vergessen!“

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) hatte sich für die Ausstellung und ihre Eröffnung im Kreishaus eingesetzt. Die Initiatoren der Ausstellung wollen gegen das Vergessen und die Tabuisierung des ernsten Themas kämpfen und planen in Zukunft weitere historische Quellen zu untersuchen – denn bis heute sind nicht annähernd alle Schicksale der Opfer bekannt.

Die Ausstellung „Lebensunwert zerstörte Leben“ umfasst 15 Tafeln und kann bis zum 1.März 2013 im Foyer der 1. Etage im Kreishaus montags bis donnerstags von 8:30 bis 16:00h und freitags von 08:30 bis 12:00h besucht werden.

OÄ, 04.02.2013

 

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